Das Wichtigste auf einen Blick:
- Achte auf Sonnenschutz für Haut und Haare, auch bei kühleren Temperaturen und bewölktem Himmel.
- Wähle den Lichtschutzfaktor passend zu Deinem Hauttyp und verlängere Deinen Schutz nicht über den Eigenschutz hinaus.
- Unterscheide zwischen UVA und UVB: UVA dringt tief ein und kommt auch durch Glas, UVB ist vor allem für Sonnenbrand verantwortlich.
- Schütze Deine Haare vor Sonne, Salz und Chlor, damit Feuchtigkeit, Glanz und Farbe nicht verloren gehen.
- Denke auch an Kopfhaut, Scheitel und Aftersun Pflege, wenn die Haut bereits gereizt ist.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Sonnenschutz nicht erst im Hochsommer wichtig ist. Wir erklären, wie Lichtschutzfaktor, Eigenschutz und UV Strahlung zusammenhängen und warum Haut und Haare gleichermaßen geschützt werden müssen.
Gerade nach unserer Zeit in Spanien ist uns wieder klar geworden, wie schnell Sonne, Salz und Wärme auf Haut und Haar wirken. Viele unterschätzen noch immer, wie früh Schäden entstehen können, auch wenn man sie zunächst nicht sofort sieht.
Beim Sonnenschutz geht es nicht nur um Bräune oder Sonnenbrand, sondern auch um Hautalterung, Pigmentflecken, Feuchtigkeitsverlust und Haarschäden. Deshalb ist es wichtig, die Grundlagen zu kennen und rechtzeitig die richtige Pflege zu wählen.
Warum Sonnenschutz so wichtig ist
Viele denken bei Sonnenschutz zuerst daran, nicht braun zu werden oder einen klebrigen Film auf der Haut zu haben. In Wahrheit schützt Sonnenschutz aber vor deutlich mehr, nämlich vor Zellschäden, vorzeitiger Hautalterung und den Folgen von UV Strahlung, die wir oft viel länger ausgesetzt sind, als wir glauben.
Die Sonne wirkt auch dann auf uns ein, wenn es draußen kühl ist oder bewölkt. UV Strahlung ist vorhanden, sobald Licht da ist, und sie trifft nicht nur die Haut, sondern auch die Haare und die Kopfhaut.
Eigenschutz der Haut verstehen
Die Haut hat einen natürlichen Eigenschutz. Der ist aber je nach Hauttyp sehr begrenzt. Wir unterscheiden Hauttypen von 1 bis 5. Hauttyp 1 ist sehr hell, oft mit heller Augen und Haarfarbe, und hat nur etwa 5 bis 10 Minuten Eigenschutz. Das bedeutet, dass schon nach kurzer Zeit Schäden entstehen können.
Hauttyp 2 liegt ungefähr bei 10 bis 20 Minuten, Hauttyp 3 bei 15 bis 25 Minuten, Hauttyp 4 bei 20 bis 30 Minuten. Dunklere Hauttypen haben einen längeren Eigenschutz, teils bis zu 90 Minuten. Trotzdem gilt auch hier: Ohne zusätzlichen Schutz ist die Zeit schnell ausgeschöpft.
Alles, was über diesen Eigenschutz hinausgeht, kann zu Zellschädigungen führen. Dazu zählen nicht nur Sonnenbrand, sondern auch Prozesse, die Hautalterung, Feuchtigkeitsverlust und Pigmentflecken begünstigen.
Den richtigen Lichtschutzfaktor wählen
Der Lichtschutzfaktor, kurz LSF oder SPF, gibt an, wie stark ein Produkt vor UV Strahlung schützt. LSF ist die deutsche Bezeichnung, SPF die englische. Beide meinen dasselbe.
Wichtig ist, den Lichtschutzfaktor an den eigenen Hauttyp und die geplante Aufenthaltsdauer in der Sonne anzupassen. Wer viel draußen ist, am Strand liegt oder auch im Schnee unterwegs ist, braucht deutlich mehr Schutz als jemand, der nur kurz in der Mittagspause nach draußen geht.
Auch bei bewölktem Wetter ist Schutz nötig, denn UV Strahlung dringt durch Wolken hindurch. Und gerade Schnee reflektiert das Sonnenlicht stark, sodass auch im Winter ein konsequenter Schutz wichtig bleibt.
UVA und UVB Strahlung erklärt
Die Sonne sendet unterschiedliche UV Strahlen aus. UVA Strahlen dringen tief in die Haut ein und sind besonders an der Hautalterung beteiligt. Sie kommen auch durch Glasscheiben, also etwa im Auto, im Büro oder im Café am Fenster.
UVB Strahlen bleiben eher an der Hautoberfläche und sind vor allem für den Sonnenbrand verantwortlich. Beide Strahlungsarten schädigen die Haut und spielen auch beim Thema Hautkrebs eine Rolle.
Darum ist es wichtig, Produkte zu verwenden, die sowohl gegen UVA als auch gegen UVB schützen. Nur dann ist die Haut wirklich breit abgesichert.
Sonnenbrand und Hautschäden vermeiden
Sonnenbrand ist nicht die erste, sondern die letzte sichtbare Stufe einer Schädigung. Vorher laufen oft schon Prozesse ab, die man nicht sofort bemerkt. Die Haut kann austrocknen, die Elastizität nimmt ab, Pigmentflecken können entstehen und die Hautalterung schreitet schneller voran.
Unsere Haut erneuert sich etwa alle 28 Tage. Wenn dabei geschädigte Zellen entstehen, kann die Haut das nicht immer vollständig reparieren. Deshalb ist Vorbeugung so wichtig.
Wenn bereits ein Sonnenbrand entstanden ist, braucht die Haut intensive Pflege und Feuchtigkeit. Dann sollte sie nicht direkt wieder in die Sonne, sondern konsequent geschützt werden, zum Beispiel mit Kleidung, Tuch oder Hut.
Nachhaltige Sonnenpflege für die Haut
Beim Kauf von Sonnenschutz lohnt sich auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe und auf Umweltverträglichkeit. Produkte mit Coral Safe Hinweis sind so entwickelt, dass sie das Meer und Korallen weniger belasten.
Wichtig ist außerdem, dass der Schutz regelmäßig erneuert wird, besonders bei längeren Aufenthalten in der Sonne. Ein einmal aufgetragener Schutz reicht nicht für den ganzen Tag.
Nach einem Sonnenbrand sind Aftersun Produkte sinnvoll, weil sie der Haut Feuchtigkeit und Pflegestoffe zurückgeben. Sie unterstützen die Regeneration und helfen, die Haut wieder aufzubauen.
Haare vor Sonne, Salz und Chlor schützen
Nicht nur die Haut, auch die Haare leiden unter Sonne. UV Strahlung bleicht Haarfarbe aus, entzieht Feuchtigkeit und macht die Struktur brüchiger. Das gilt für coloriertes Haar genauso wie für Naturhaar.
Besonders am Meer und im Pool kommen noch Salz und Chlor dazu. Beide greifen das Haar stark an, lösen Feuchtigkeit heraus und können die äußere Schuppenschicht schädigen. Wenn das Haar dadurch porös wird, kann es schneller brechen und Farbe schlechter halten.
Deshalb ist es sinnvoll, die Haare schon vor dem Urlaub gut aufzubauen und im Urlaub mit passenden Produkten zu schützen. Es gibt Leave in Produkte, Sprays und Pflegeprodukte, die Feuchtigkeit spenden und gleichzeitig vor Sonne schützen, ohne das Haar fettig zu machen.
Warum Blond Sprays keine gute Idee sind
Viele finden ausgebleichte Haare im Sommer schön und greifen dann zusätzlich zu Blond Sprays. Davon raten wir klar ab. Blond Sprays wirken wie flüssige Blondierung und hellen das Haar weiter auf, ohne dass der Prozess sauber gestoppt wird.
Gerade in Kombination mit Sonne, Wärme, Salz und Chlor kann das Haar dadurch massiv geschädigt werden. Die Struktur wird aufgeraut, das Haar wird trocken und brüchig, und oft lässt sich das danach nicht mehr vollständig reparieren.
Wenn das Haar im Urlaub schon stark beansprucht wurde, ist eine nachträgliche Färbung oder Tönung nur dann sinnvoll, wenn die Struktur vorher wieder aufgebaut wurde. Sonst hält die Farbe schlechter und belastet das Haar zusätzlich.
Haare am Meer und im Pool richtig vorbereiten
Ein einfacher, aber sehr wirksamer Tipp ist, die Haare vor dem Baden mit Wasser zu tränken. Wer im Meer oder Pool schwimmen geht, sollte die Haare vorher mit klarem Wasser, möglichst Leitungswasser oder Flaschenwasser, anfeuchten. So nehmen sie weniger Salz oder Chlor auf.
Auch eine intensive Pflege vor dem Baden kann helfen. Wenn das Haar bereits mit Feuchtigkeit versorgt ist, wird es weniger stark angegriffen. Zusätzlich können zusammengebundene Haare den direkten Kontakt mit Wasser reduzieren.
Nach dem Baden sollte das Haar möglichst gründlich gepflegt werden, damit Salz und Chlor wieder herausgelöst werden und die Feuchtigkeit zurückkommt.
Kopfhaut und Scheitel nicht vergessen
Die Kopfhaut wird oft vergessen, obwohl sie der Sonne besonders stark ausgesetzt ist. Unser Kopf ist immer oben, und dort trifft die UV Strahlung zuerst auf. Die Kopfhaut altert deshalb schneller als viele andere Hautbereiche.
Gerade der Scheitel kann im Urlaub schnell einen Sonnenbrand bekommen. Deshalb ist es hilfreich, den Scheitel öfter zu wechseln oder die Kopfhaut zusätzlich mit Hut, Tuch oder speziellem Sprühschutz zu schützen.
Auch hier gilt: Wenn die Haut oben gut geschützt ist, wirkt sich das langfristig positiv auf das gesamte Hautbild aus.
Sonnenschutz in den Alltag integrieren
Sonnenschutz ist nicht nur ein Urlaubsthema. Auch im Alltag, im Garten, beim Spaziergang oder auf dem Weg durch die Stadt braucht die Haut Schutz. Dasselbe gilt für die Haare.
Wichtig ist, ein Pflegeprogramm zu finden, das zu Deinem Alltag und zu Deinem Haut und Haartyp passt. Dann lässt sich Sonnenschutz leicht integrieren, ohne dass er als zusätzlicher Aufwand empfunden wird.
So bleibt die Haut geschützt, die Haare behalten länger ihre Struktur und Farbe, und der Sommer kann genossen werden, ohne unnötige Schäden zu riskieren.












